Die Kitas brauchen klare Worte und einheitliche Vorgaben

©trotzphase

24.03.2020

Wir wollen uns nun an den Bund, an die Kantone richten, mit der Bitte nach klaren Anweisungen die Kitas betreffend. Die Mitarbeiter*innen fühlen sich im Stich gelassen und willkürlich behandelt. Die etliche Nachrichten an uns von Fachpersonen aus der Kinderbetreuungn zeigen ganz klar den Handlungsbedarf auf.

Die Kitas brauchen klare Worte und einheitliche Vorgaben

Der Unterschied ist markant, städtische Horte haben klare Anweisungen, lediglich die Kinder von Personen in unentbehrlichen Positionen zu betreuen. Dies hat zur Folge, dass gegenwärtig schätzungsweise ca. 10 Kinder von normalerweise 200-300 Kindern betreut werden. Die Kitas im Gegenzug bleiben offen, nehmen häufig alle Kinder auf, welche von den Eltern gebracht werden, wobei diese in der Regel im Homeoffice arbeiten. Es wird lediglich zur Solidarität aufgerufen. Da kommt schnell die Frage auf: Warum werden die Kleinkinder sowie die Mitarbeitenden nicht geschützt (oder genügend geschützt, da die Massnahmevorkehrungen oft nicht ausreichend sind in den Kitas)?

Aus den Horten in der Stadt Zürich ist kaum etwas zu hören: Der Betrieb wurde stark runtergefahren, das «System», das heisst das gesellschaftliche Leben und der Gesundheitssektor funktionieren trotzdem noch. In Bezug auf die Kitas hören wir ständig: Sie sind systemrelevant und dürfen keinesfalls geschlossen werden! Ja, die Kinder der Eltern in unentbehrlichen Positionen müssen auch weiter betreut werden, das steht ausser Frage. Jedoch fragt sich, warum die Kitas nicht, wie die Horte es tun, den Betrieb stark herunterfahren können – zum Schutz der Kinder, der Familien und nicht zuletzt der Mitarbeitenden.

Bei einem solchen Szenario müssen die Arbeitgeber selbstverständlich ihren Teil beitragen, indem sie Eltern beurlauben oder sie im Homeoffice in angemessenem Rahmen arbeiten lassen. Eltern können nicht im gleichen Umfang weiterarbeiten, wenn sie Zuhause Kinder betreuen müssen! Das muss klar gesagt werden.

Wir wollen uns nun an den Bund, an die Kantone richten, mit der Bitte nach klaren Anweisungen die Kitas betreffend. Die Mitarbeiter*innen fühlen sich im Stich gelassen und willkürlich behandelt. Wir sind daran etliche Nachrichten an uns von Fachpersonen aus der Kinderbetreuung, welche in diesen Zeiten an uns gelangen zu veröffentlichen (um aufzuzeigen, wie es momentan zu und her geht in den Kitas/Betrieben)– sie zeigen ganz klar den Handlungsbedarf auf.

Wir möchten zum Schluss nochmals betonten, dass uns bewusst ist, wie wichtig auch die Kleinkinderbetreuung ist für die Gesellschaft und die Menschen, welche in ihrer beruflichen Tätigkeit vor Ort benötigt werden. Daran wollen wir keinen Zweifel lassen und wir wissen, dass es für diese Kinder auch mehr als genug Plätze gibt, genauso wie Fachpersonen, welche gerne ihren Beitrag leisten, um diese Kinder zu betreuen.