Kita-Notlage aus Arbeitnehmer*innensicht

23.03.2020

Wir haben die Kita-Mitarbeitenden gebeten, uns ihre Gedanken zur momentanen Situation zu schicken – vielen Dank dafür, es sind ganz viele Nachrichten bei uns eingegangen! Die Texte verstärken den Eindruck, dass sich viele von euch nicht gehört, verstanden und geschützt fühlen. Wir möchten euch zeigen, dass wir füreinander da sind, uns wehren dürfen und uns Gehör verschaffen können! Deshalb machen wir die Nachrichten von euch Kinderbetreuer*innen hier anonym öffentlich, um auf die Realität der Kita-Notlage aus Arbeitnehmer*innen Sicht aufmerksam machen. Die Fehler im heutigen Kita-System kommen in solchen Krisenzeiten umso mehr ans Licht und sind unbestreitbar. Die Isolation der einzelnen Kitas in ihrer privatisierten Natur im Zusammenhang mit fehlender Vernetzung bzw. Organisierung in der Branche sowie der zuständigen Behörden sind verheerend. FaBes bleibt laut & lasst euch nicht unterkriegen - wir tragen die Gesellschaft mit! BIS ZUM ENDE LESEN - LOHNT SICH!

Liebe Trötzlerinnen, ich suche Halt zum Thema Corona. Habt ihr Anregungen? Ich habe keine Angst davor, aber dass wir weiterhin arbeiten trotz der Schulschliessungen verunsichert mich.

Den Sicherheitsabstand in der Krippe einzuhalten ist schlichtweg nicht möglich und "die Spuder, Sabber und Schnudär" werden mit Sicherheit auf mir landen.

Ich hoffe auf eure Rückmeldung (auch wenn das nicht euer Themengebiet ist)

Herzlichst


Es gaht nöd da drum das mir euse Job nöd wend mache, mir eus würded welle us de Verantwortig zieh oder mir no nöd begriffe hend wieso das euse Bruef so wichtig isch! Im Gegeteil! Wenn mer eusi Arbetsbedingige aluegt hends Politiker*inne nonig begriffe wie wichtig und unerlässlich die Arbet isch wo mir tagtäglich zum wohl für die gsamti Gsellschaft erbringed! Aber i Krisesituatione sind mir den wieder gnueg guet zum die zsie wo nöd chönd zue mache, will ja ebe dBetreuuig vo de Chind so wichtig isch, damit Frau und Maa chan de Arbet nagah, damit ebe nöd grad no sganze System zemme bricht! Absolut isch das wichtig und richtig dases Notbetreuuig für Usnahmefäll git!
Aber swer au schön für all das chli me Anerchennig zbecho, me Wertschetzig, besseri Arbetsbedingige mit gregletem, fairem Lohn, en guete Personalschlüssel etc. etc.
...und das nöd nur i Moment vonnere Krise wo mer merkt wie unerlässlich die Arbet für die ganz Bevölkerig eilich isch!

Solidarischi Grüess a alli Bruefsgruppene wo jede Tag so vill vo herze gend und leisted für dMenschheit! Ihr sind alli grossartig! ❤️


Danke für die aufmunternden Worte, bin heute Morgen mit einem sehr mulmigen Gefühl in die Kita arbeiten gegangen. Ich mag meinen Beruf sehr aber ich mache mir auch Sorgen um meine Gesundheit und um die Gesundheit der Leute in meinem Umfeld. Macht weiter mit dem was ihr macht ihr seid Klasse ????????????


han denkt isch na en spannende punkt au für die jetzigi situation wo bestaht. han das grad gschickt becho :) es wird alles dä betreuig abgschobe


Ihr macht einen super job! FABEs müssen jetzt besonders geschützt werden! Notbetreuung ja aber nicht normalbetrieb ;-)


Hallo liebi Trotzphase

Es paar Fründine & ich händ bi eu mal welle nahfröge was ihr zu de aktuelle Lag vo eus FaBe Chinde seged? Eus wird jetzt Minusziit berechnet & Ferie abzoge, will mir eifach zwenig chind hend & nöd chönd schlüsse.

Chönd mir eus da wehre? Was meined ihr dezue?

Liebs Grüessli vo es paar treue Ahhänger vo eu???? Mir hoffed uf Understützig vo eu


Bitte ihr offizielle Behörde wo öpis zsege hend: Traued eu e Entscheidig fürd Kitas zfälle! Fühled eu bitte endlich emal agsproche wenns um dKinderbetreuig gaht und übernehmed eui Verantwortig!

Ich mag nüm id Kita ga und det mini Ziit absitze, müese go schaffe aber nüt ztue ha, während a anderene Ort dLag eskaliert und dringend Hilf benötigt wird – und nidmal därfe go helfe au wenn ich wür welle. Mir hocked ide Kitas ume, generiered irgendwie Arbeit, well dKitas uf büüge und breche offe blibed, au wenns mittlerwiiil meh Personal als Chind het. Klar ischs schön, jetzt mal Ziit ha für d Chind, endlich mal chöne erledige was susch uf de Strecki blibt, aber mir stecked enand würklich UNNÖTIG gegesiitig a. Und ja, klar wünsch ich mir nach wie vor en bessere Betruigsschlüssel ide Kitas – aber 8 Betreuigspersone für 5 Chind isch denn doch chli übertribe. Es wer doch so guet, chänt mer all die (bis jetzt gsunde und junge) unterbeschäftigte Fabes verteile i die Institutione wo sie dringend brucht werded – z.B. Nofallbetreuig, Betreuig im Spital oder imne Kinderheim…Isch denn das so schwer?


Es gibt (nicht systemrelevante) Eltern, die auf die Idee kommen Zusatz- oder Jokertage zu beziehen, da gerade nicht viele Kinder im Betrieb sind.

Dienstleistungen werden von den Trägern krampfhaft versucht aufrecht zu erhalten. Täglich wird diesbezüglich neu informiert. Keine Infos aber an die Mitarbeitenden und Lernenden.

... ab Kindergartenstufe ist alles ganz klar geregelt und Lehrer und Schüler sitzen zuhause, weil sie müssen und es richtig ist...


Dieser Moment, wenn man Angst hat vor dem nächsten Arbeitstag, da man genau weiss, dass es dann noch weniger Personal sein wird.

Jetzt sehen sie endlich, dass es ohne uns nicht mehr gehen würde! Danke für eure tolle Leistung

Bleibt gesund

Mich stresst es aktuell auch sehr, da man hier wieder sieht, dass wir nur als nebensächlich angesehen werden. Der bund setzt neue masnahmen, schweizweit, dann, beim thema kinderbetreuung, da sollen dann plötzlich die kantone zuständig sein. Und die ändern ja auch nichts. Gibt ja keine alternative zu uns

Und wiederrum muss man kurzzeitarbeit beantragen, weil man zu wenig kinder hat um das gesammte personal zu beschäftigen. Daran verzweifle ich gerade, weil ich meinen lohn brauche und wir ja eh schon so wenig verdienen


Ich würde es begrüssen, dass wir alle zusammen einen Schritt weiter gehen und konkrete Forderungen an den Bund stellen könnten! Oder eine Petition oder ä. starten....


Geschätzte Damen und Herren 1/3

Die aktuelle Situation ist nicht einfach, keine Frage... Und auch wenn unermüdlich, ja fast mantraartig immer wieder kommuniziert wird, dass das Covid 19 für Kinder ungefährlich sein soll, bleibt bei mir und vielen Anderen mehr als nur ein Fragezeichen stehen!

Zuerst möchte ich aber gerne kurz aus meinem Alltag berichten. Ich arbeite in einer Kita im Kanton St. Gallen, welche täglich maximal 24 Kinder betreut. Aktuell sind gerade mal drei ausgelernte FaBe's im Haus und wenn alle vom Personal anwesend sind, die nicht gerade Ferien haben oder die Berufsschule besuchen, sind wir zu sechst.
Das heisst, es sind maximal drei Personen pro Gruppe da, um auf die 12 Kinder aufzupassen. Nun wurden vor kurzem ja die Bestimmungen bezüglich Säuglingsplätze gelockert, so dass wir an manchen Tagen nun drei anstatt zwei Babys pro Gruppe betreuuen. Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, kann dies sehr herausfordernd sein, wenn alle drei Babys gleichzeitig Hunger haben, permanent herumgetragen werden oder nicht alleine auf der Decke liegen möchten. Klar, zu dritt lässt sich das gut einteilen, jede anwesende Person übernimmt einen Säugling. Nur sind ja dann da noch neun andere Kinder verschiedenen Alters, die sich streiten, getröstet werden wollen, die Nase putzen müssen, Hilfe beim Toilettengang brauchen, sich verletzen und so weiter! Sie sehen also, nicht so einfach! Nun kann man sagen, dass dies zu unserem Beruf gehört und da stimme ich zu, das ist in der Tat daily business.

Daily business ist für uns aber auch die fehlende Wertschätzung für unseren Beruf, denn wir« spielen ja nur en bisschen mit den Kindern », ein sehr tiefer Lohn gemessen an der Verantwortung, die wir tragen, permanenter Personalmangel, zu wenig Zeit, die administrativen Arbeiten, welche uns von den Kantonen aufgegeben werden, während der Arbeitszeit zu erledigen, unregelmässige Arbeitszeiten, schlechte Sozialleistungen, sogar für das Mittagessen, welches wir gemeinsam und meist unter Stress mit den Kindern einnehmen, müssen wir noch bezahlen! Ja, auch all diese Punkte gehören bei uns zum daily business...

Und nun komme ich beim heutigen Tag an:

Der Bund hat vor kurzem beschlossen, alle Schulen und schulergänzenden Betreuungsangebote bis mindestens 19. April zu schließen. Es wird immer wieder auf die Hygienemassnahmen des BAG hingewiesen, Social Distancing, das Wort der Stunde. Es soll zu hause bleiben wer kann, nur können wir leider nicht, immer noch nicht...

Und genau an diesem Punkt, bleiben für mich und auch viele andere Berufskolleginnen viele Fragen offen!

- wie bitte soll ich Kindern zwischen vier Monaten und vier Jahren erklären, dass ich sie (wenn ich mich an die Vorschriften des BAG halten würde) nur noch aus zwei Metern Abstand tröste, wickle, füttere etc?
- wie soll ich diesen Kindern erklären, dass sie doch bitte in die Armbeuge husten und niesen sollen anstatt direkt in mein Gesicht oder meinen Teller?
- wie soll ich Eltern begegnen, die trotz Aufruf des Bundesrates, die Kinder wenn immer möglich zu hause zu betreuen und die Plätze frei zu halten für Eltern in systemrelevanten Berufen, ihre verschnupften Kinder weiterhin in die Kita bringen, obwohl sie jetzt im Home Office arbeiten oder gar frei haben?
- woher wissen Sie so genau, dass das Corona-Virus für Kinder ungefährlich ist, wenn sich sogar die WHO diesbezüglich anderweitig äussert? Ist nicht die Übertragung unter Kindern erst recht gefährlich, weil sie unter Umständen völlig unbemerkt verläuft?
- ist meine Gesundheit, die meines Teams, die der Kinder, die aller meiner Berufskolleginnen nicht genau so schützenswert wie die Gesundheit der Restbevölkerung?
- warum sollen wir, die FaBe's, um die sich die Öffentlichkeit/Politik /Gesellschaft sonst auch herzlich wenig schert, jetzt gerade stehen und die Wirtschaft am laufen halten?
- wieso schliesst man Schulen und Horte, obwohl da die Kinder in einem Alter sind, in dem man ihnen die Hygienemassnahmen durchaus verständlich machen kann, was in Kitas unmöglich ist? Wo ist der Unterschied? Inwiefern macht das Sinn?
- ist Kinderbetreuung in Anbetracht der momentanen Situation nicht Sache der Eltern und nicht die der Öffentlichkeit, oder sogar einzelner Berufsgruppen?
- ist es wirklich notwendig, sich in diesen sonst so schweren Zeiten zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden noch den schwarzen Peter zuzuschieben, wer jetzt die Verantwortung tragen soll für den Entscheid, die Kitas zu schließen?

Viele argumentieren zur Zeit so, dass das nun mal unser Job sei und dass wir aufhören sollen zu jammern.
Nun, was die Verantwortung für die Kitaschliessungen angeht, möchte ja irgendwie auch plötzlich niemand mehr seinen Job machen, auch wenn ich davon ausgehe, dass es auch den Verantwortlichen klar sein dürfte, dass dies das einzig richtige und vorallem konsequente wäre.

Das alles mag sich jetzt vielleicht so anhören, als wäre ich einfach auch gerne ein paar Tage zu hause und würde gerne auf der faulen Haut liegen. Dem ist allerdings nicht so! Ich bin definitiv dafür, für alle in systemrelevanten Berufen arbeitenden Eltern eine Notbetreuung zu gewährleisten, falls sie die Betreuung nicht anderweitig regeln können. Dies MUSS dann aber ausdrücklich so kommuniziert werden, ansonsten hält sich niemand daran! Das hat sich in den letzten Tagen ja mehr als offensichtlich gezeigt, wenn man die verschiedenen Kommentare von FaBe's in den sozialen Medien gelesen hat. Kinder von Restaurant Mitarbeitern, Kinder, bei denen nur ein Elterteil arbeitet usw, alles erlebt diese Woche...

Nochmals, ich mache mir ernsthafte Sorgen um meine Gesundheit, auch wenn ich zumindest nicht wissentlich zu einer Risikogruppe gehöre! Ich mache mir Sorgen, dass ich das Virus als stiller Wirt in mir trage und es bis vor kurzem (und dank des Bundesrates auch weiterhin) an viele meiner Mitmenschen weiter gegeben habe! Und ich habe Angst, irgendwann lesen zu müssen, dass das Virus doch nicht ganz so ungefährlich ist für junge Menschen, wie man bis anhin davon ausgeht! Und mit diesen Ängsten lebe ich sicherlich nicht allein!

Die Forderung ist klar, auch seitens der Gewerkschaft VPOD: Kitas schliessen und nur noch Notfallbetreuung gewährleisten.

Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen ihre Ängste überwinden können und zur Vernunft kommen, zum Schutz der Kita-Kinder, deren Betreuungspersonal und deren Familien.

Besten Dank


Hallo sehr gerne schreibe ich euch hier...

Ich bin wütend wie auch empört darüber dass alles schliesst ausser die Fabe's und in den Schulen die Betreuung weitergehen muss... Ich kann nicht verstehen warum wir nicht auch zu den Menschen gehören wo geschützt werden müssen und wir können uns genauso anstecken!!! Denn in unserem Alltag mit den Kindern gibt es Situationen in denen es gerade zu unmöglich ist den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Auch dass ich erleben durfte Elternteile werden gefordert Ihr Kind zu Hause zu behalten in der jetzigen Situation doch nur weil die Eltern zu faul sind und Mann dann noch hört beide machen zu Hause Homeoffice arbeiten, bitte wo ist da die Fairness uns Fabe's gegenüber wo ist unser Schutz hierbei..? Bisanhin in den letzten Tagen hatten wir wenige bis fast gar keine Kinder aber dass ganze Personal musste ausdrucken... Nun endlich wird reagiert aber gerade nun in diesem Pandamiefall der ausbricht finde ich es nichts wie fair uns auch schützen zu dürfen und zu können und auch entlich eine faire Entlöhnung die angepasst ist und unserem Beruf nun entlich gerecht wird und dies angepasst wird...! Weil in unserem Beruf ist es mehr wie ein bisschen spielen mit den Kindern,was jedoch eine Schwierigkeit mitsichbringt in dieser jetzigen Situation.

Ich hoffe sie können etwas bewegen und erreichen dass wir ebenso geschütz werden und unser Anrecht darauf auch gewährleistet wird...


Eltern bringen kinder obwohl sie ein kindergartenkind zuhause haben.
Eltern bringen kinder, obwohl sie im homeoffice sind und ,nicht systemrelevant sind‘

Überall dankt man den ärzten,

pflegefachpersonen, apothekerinnen etc. wer dankt den fabes?


Macht einen ausruf das keine kranken Kinder in die Kita dürfen. Ich musste nach Hause weil sich Eltern nicht an die Regeln halten.

Ich versteh das nicht sind wir FaBes keine Menschen zu denen man Sorge tragen muss????


Wie kann es sein, dass überall in allen Berufen Massnahmen ergriffen wurden. Schulen wurden geschlossen, Verkäufer werden zusätzlich mit Abgrenzungen an der Kasse geschützt. Wir, die mit den Kleinkindern arbeiten und diesen Beruf lieben, haben keinen Abstand von 1-2 Meter. Wir trösten die Kinder, wir halten ihnen die Hände, wie putzen Nasen und erklären den Kindern wie man richtig niest. Das einzige was wir haben ist Desinfektionsmittel ???????? Wir nehmen alle Kinder entgegen egal ob die Eltern sich im Homeoffice befinden oder sie einen Tag ruhe haben möchten. Wie kann das in dieser Situation sein?


Hallo zusammen!

Auch ich möchte mich zur Situation bei uns in der Kita anonym melden. Unsere Kita befindet sich in einem Block mit Alterswohnungen. D.h. jeder, der in diesem Block wohnt, gehört zur Risikogruppe. Trotzdem sind wir immernoch geöffnet und werden es voraussichtlich auch bleiben. Gerade gestern hat unsere Trägerschaft den Eltern einen Brief herausgegeben, in dem explizit stand, die Eltern sollen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie die Kinder nach wie vor in die Kita bringen. Gleichzeitig erhielten wir die Weisung, dass wir die Kindergruppen so aufteilen sollen, dass nicht mehr als fünf Kinder auf der Gruppe sind, was nicht möglich ist, wenn (fast) alle Kinder gebracht werden. Aufgrund dessen, dass einige Mitarbeiter zu Hause Personen aus der Risikogruppe haben, arbeiten wir im Moment mit einem reduzierten Team. Auch Eltern, bei denen beide Homeoffice machen, bringen ihre Kinder, immer woeder sogar mit Husten und erhöhter Temperatur. Zudem müessen wir zusätzlich alle Einkäufe selber machen, da coop@home und leshop überlastet sind. Die Unterstützung, die wir von 'oben' erhalten zielen mehr darauf aus, die Kita möglichst lange möglichst voll weiterbetreiben zu können, als die Mitarbeiter und Umstehenden zu schützen.

Herzliche Grüsse von einer engagierten und besorgten Fachfrau Betreuung.


Dieser Artikel über die Schliessung der Kitas muss dringend an die Medien! 20min hat heute schon etwas darüber veröffentlicht. Nachlagen wäre sicherlich super. Ich leite 2 kitas und der Kanton gibt "Empfehlungen" raus. Damit wir über eine einheitliche Regelung über die Kosten beim Ausfall diskutieren können, muss der Bund entscheiden die Kitas zu schliessen. Die meisten Kita Mitarbeiter sind auf ÖV angewiesen. Gestern haben wir keinen Spielplatz betreten, der war ziemlich voll. Beim Sonnencreme einschmieren standen die Kinder mehr als Nahe bei den Betreuerinnen. Weswhalb schliesswn Heilpädadogische Kindergärten und Kiatas nicht?!? Die Eltern sind ja wohl alle auf Betreuung und Hilfe angewiesen. Sollen wir auch mit Schutzmasken arbeiten, damit die Lage ernst genommen wird?!?


Grüezi miteinander 1/2

Mit Ihren Artikel über Globegarden haben Sie es geschafft, in unserer Branche etwas ins Rollen zu bringen, wofür sich engagierte und leidenschaftliche Erzieher*innen tagtäglich unermüdlich einsetzen. Dieses Engagement und diese Leidenschaft ist mit viel Frust verbunden, weil gegen ein mächtiges System angekämpft wird und sich Erzieher*innen machtlos fühlen.

Mit Ihren Beiträgen ist es Ihnen gelungen, uns die Chance zu geben, dass Personen in höheren Machtpositionen uns eher zuhören und ernster nehmen. Dafür danke ich Ihnen aufrichtig.

Die Probleme bestehen allerdings nicht nur im Frühkindlichen Bereich. Es scheint mir manchmal fast, als würde in der Gesellschaft die Ansicht vertreten werden, dass mit dem Eintritt in den Kindergarten die Kindheit fertig ist (als Metapher betrachtet, stimmt das wohl auch ;-)). Doch dem ist nicht so. Die Schulzeit ist neben der frühen Kindheit mindest genauso prägend und fordert genauso gut ausgebildete Fachkräfte und Qualitätssicherung.

Ich arbeite aktuell in einem goldenen Käfig - meine Arbeitgeberin ist die Stadt Zürich - ein noch mächtiges System, denn wenn nicht die Stadt, wer dann steht für die Allgemeinheit und das Wohlbefinden aller Beteiligten ein?

Erst seit dem August 2019 bin ich in einem städtischen Hort einer neuen Tagesschule tätig. Noch lange habe ich nicht das ganze System erfasst und verstanden. Aber je länger, je mehr wird mir durch eigene Erfahrungen und den Austausch mit Horterzieher*innen bewusst, dass der Schein teilweise mehr als trügt. Nicht selten sitzen Menschen in der Position der Schulleitung oder Leitung Betreuung, welche ihre Macht unreflektiert und willkürlich einsetzen. Ihnen fehlt der Kontakt zu den Kindern und zum Personal, der Bezug zur Praxis der Betreuung.

Mit dem Lehrplan 21 und den Tagesschulen wurde in der Schweiz bzw. der Stadt Zürich ein Wandel in die Wege gel

eitet. Ein Wandel, der in meinen Augen grundsätzlich als Chance betrachtet werden müsste, um neue Erkenntnisse aus der Entwicklungsforschung und Neurobiologie in das Bildingssytem zu integrieren. Leider planen und leiten oftmals Menschen (Tages-)Schulen und Horte, denen das praktische und fachliche Know-how fehlt - Ihnen fehlen auch die zeitlichen Ressourcen, um sich dies anzueignen. Statt sich dieses Wissen bei den Fachpersonen, welche an der Basis sind, abzuholen, werden dann Entscheidungen getroffen, die den wesentlichsten Teil der Sache missachten: Was brauchen die Kinder?

Der Fokus auf die Kinder mit ihren vielfälltigen Interessen und Bedürfnissen geht verloren, die Betreuung soll in Form von Kursbesuchen umgesetzt werden, eine Verschulung der Freizeit ist bereits längst im Gange, das Personal wird dazu animiert pädagogische Werte, wie Lebensweltorientierung und Individuelle Entwicklungsbegleitung oder einfach freie Zeit zum Spielen und Personale Autonomie, nach hinten zu stellen. Was die Pädagog*innen in der Lehre/im Studium gelernt haben, soll vorallem dann ein- und umgesetzt werden, wenn es mit dem "Versorgen von Kindern", "Ruhigstellen der Auffälligen" oder "Zufriedenstellen der Eltern" in Verbindung gebracht werden kann. Der Beruf wird damit weiter abgewertet, statt ihn zu stärken und wertzuschätzen.

Mich persönlich beängstigen und verärgern diese Entwicklungen und ich wage zu behaupten, dass ich bei weitem nicht alleine damit bin. Es muss ein Zeichen gesetz werden, denn die Kinder sind unsere Zukunft und das betrifft jede*n!

Es ist höchste Zeit, dass auch in der schulergänzenden Betreuung realisiert wird, dass die Erwachsenen dafür verantwortlich sind, ein System aufzubauen, dass den Kindern entspricht - und nicht Erwartungen an die Kinder zu stellen, sich so anzupassen und zu verändern, dass sie in ein (Schul-) System (der Erwachsenen) gequetscht werden können!

Gerne weise ich n dieser Stelle auf das neue Buch von G. Hüther, M. Heinrich & M. Senf "#education for future" hin. Die Herren zeigen nachvollziehbar und deutlich auf, dass hier etwas gewaltig schief läuft und die Dringlichkeit, den aktuellen Entwicklungen entgegenzuwirken, höher den je ist.

Innovative Erzieher*innen, Lehrer*innen und alle, die diese Problematik erkannt haben, brauchen ein Gefäss, um auf diese Entwicklungen hinzuweisen.

In dem Sinne wäre es toll, wenn jemand von Ihnen Lust und Zeit hätte, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, verschiedenen Begebenheiten nachzugehen und passionierte Horterzieher*innen dabei zu unterstützen, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass auch dieses mächtige System kritsisch hinterfragt werden sollte.

Es geht nicht darum, irgendwen zu verurteilen. Ich würde mir aber wünschen, dass genauer hingesehen und die Ansichten, Meinungen und Erfahrungen der Erzieher*innen angehört und somit die Erkenntnisse aus der Praxis hervorgehoben werden - für pädagogische Qualität in Kita, Hort und Schulen - für die Kinder - für unsere Zukunft.

Ich danke Ihnen herzlich für die Kenntnisnahme und würde mich über eine Rückmeldung freuen.

Freundliche Grüsse


Auf der einen Seite kann ich verstehen das wir noch Arbeiten da wir den Eltern unterstütztung bieten, dennoch finde ich es etwas Verantwortungslos da wir in den Kitas meistens viele Leute und Kinder auf einem Haufen sind und wir auch Kontakt mit den Eltern haben die den ganzen Tag unterwegs waren villecht mit dem ÖV oder sonst draussen und wir nicht weissen wo genau sie waren und dadurch die ansteckungsgefahr Sehr hoch ist und ja wenn es jemand hatt dann geht es nicht lange bis es alle in der Kita haben, Kinder gehören zwar nicht zu der Risiko Gruppe aber trotzdem können sie es bokommen und deshalb finde ich das alle Kitas geschlossen werden sollten - Fabe K


Grundsätzlich fühl ich mich ii däre Situation momentan recht guet, da ich wenigstens s Gfühl han, brucht zwerde. Und trotzdem bin ich jede Tag wieder gfrustet, dass es fürd Eltere efach selbstverständlich isch. Mir gend euses Beste, obwohl mir um so viel Vire ume sind. Und glich findet d Eltere überall öppis zum motze. Ich find sie münd sich etz ned drüber üfrege, dass ihres Chind kes Müesli mit Wiibeeri zum Zmorge bechunnt, sondern froh sii, dass mir no da sind und offe hend.
Usserdem find ichs ned okeii, dass Chind immerno zu eus id Kita chönd cho, willd Eltere überforderet sind dihei und eigentlich gar ned münd schaffe. Lieber nehmemer Chind uf, vo Eltere wo im Spital oder im Migros aa dä Kasse schaffed!


hallo zusammen, erst mal vielen dank, dass ich euch so für bedingungen in kitas einsetzt!

ich bin wahrscheinlich eine der glücken, welche verantwortungsbewusste eltern hat, die ihre kinder momentan grössten teils zuhause betreuen - denke aber das ist nicht überall so. ich verstehe nicht, wieso die meisten kitas noch normalbetrieb haben. einige von uns fabes sind in der risikogruppe andere haben familienangehörige, welche zu dieser gehören, viele reisen mit dem öv zu arbeit, weil sie nicht in der näheren umgebung der kita wohnen. ganz zu schweigen davon, dass das gründliche hände waschen mit den kindern nicht immer gewährleistet werden kann und der "sicherheitsabstand" so gut wie nie im kitaalltag eingehalten werden kann. dies alles sind gründe, wieso ich die momentane situation nicht verstehen kann.

ich fordere kitaleitungen und behörden auf endlich farbe zu bekennen, damit auch wir fabek's die anweisungen des bundes umsetzen können.ps: natürlich soll die kindrbetreuung von eltern, welche in der grundversorgung tätig sind, weiterhin gewährleistet sein!


Hallo zusammen

Ich habe mir eure Storys angeschaut und würde meine Gedanken auch sehr gerne los werden. Ich arbeite als FaBe und finde dass wir einfach ausgenützt werden. Kitas müssen offen bleiben damit die Eltern arbeiten können diese können zuhause bleiben warum wir nicht? Auch damit die Großeltern nicht auf die Kinder aufpassen müssen aber wenn man sich draußen umschaut sieht man ältere Menschen spazieren und alles tun als nichts wäre. Zurzeit haben alle Kitas sehr wenige Kinder und es gibt einfach zu wenig Arbeit was ist mit uns ? Was ist mit unserer Wirtschaft? Vlt werden wir weniger bezahlt oder müssen unsere Ferien jetzt einlösen oder bekommen sogar minusstunden. Ich finde der Bund hat uns komplett ignoriert und nicht alles überlegt wie es zum Beispiel wäre wenn nicht so viele Kinder kommen und wir aber viel Personal haben. Außerdem stecken wir in Gefahr, weil wir so viel Kontakt zu den Eltern/Kinder haben und nein es funktioniert nicht jede Stunde die Hände waschen gehen. Oder 2 Meter abstanden zuhalten und ganz am Schluss machen wir das damit die anderen Leuten Ferien machen können. Die Schule wird geschlossen damit man alle draußen sieht weil die Schweiz nicht alles zu macht einfach nur enttäuschend


Ich bin FABE und leite e babygruppe. Sitem die Massnahme vom Bag itrette sind, muess ich jede Tag am morgä wenn ich d chinnd entgege nimme und am obig wenn ich d chinnd abgib, all existenzängst vode Eltere entgegeneh, und sie probiere z beruhige weil sie nöd wüssed was mache: sie wüssed nöd wie sie home office mache sölled mit 2-3 chinnd dihai, sie wüssed nöd wie leistige here bringe und glichzitig no erzieh. Als FABE weiss ich, dass mer unter dene Umständ no weder schaffe chann, no weder Chinnd betreue chann. D Eltere chömmed somit Angst über dass sie ihri Arbeit reduziere müend und/oder dass sie den der Job verlüred. All die Gedanke verstohni, und all die Gedanke losi mir sitem Mäntig NON STOP vode Eltere. Ich verstohn d Angst um de Job, und d druff folgendi uswirkige wenn de verlore goht. Es isch ahspruchsvoll, all die Sorge und Ängst jede Tag so nöch z gspüre becho, und nüt dagege chönne mache...Fazit: meh klari und definierte Informatione würed kita personal sehr unterstütze!


Mini gedanke: ich mach mini arbet echt gern! Ich gang au gern go schaffe i sonere krise, aber ich finds so schaad das d Politik und d gsellschaft nöd würklich gseht wie wichtig mir sind, ahgfange bi eusem lohn, das mir immer ahgschlage und halb chrank sind und doch go schaffe gönd zum eusne schützling en guete tsg chönne z büüte, das mir so vill ushalte und iistecke münd vo de eltere und nüt defet sege, das mir au wenn mir eus wehred mer eus leider ned oft zueloset. Ich wünsche mir, meh RESPEKT, AKZEPTANZ und UNTERSTÜZIG und eifach DANKBARKEIT, es ehrlichgmeints DANKE i dere schwierige ziit wer soo wertvoll und motiviert gad no meh aber han ich leider weder vom bundesrat, de politik, em kanton de gmeind, de chefin oder de eltere ghört. Das isch echt schad!


Grüezi miteinander 1/2

Mit Ihren Artikel über Globegarden haben Sie es geschafft, in unserer Branche etwas ins Rollen zu bringen, wofür sich engagierte und leidenschaftliche Erzieher*innen tagtäglich unermüdlich einsetzen. Dieses Engagement und diese Leidenschaft ist mit viel Frust verbunden, weil gegen ein mächtiges System angekämpft wird und sich Erzieher*innen machtlos fühlen.

Mit Ihren Beiträgen ist es Ihnen gelungen, uns die Chance zu geben, dass Personen in höheren Machtpositionen uns eher zuhören und ernster nehmen. Dafür danke ich Ihnen aufrichtig.

Die Probleme bestehen allerdings nicht nur im Frühkindlichen Bereich. Es scheint mir manchmal fast, als würde in der Gesellschaft die Ansicht vertreten werden, dass mit dem Eintritt in den Kindergarten die Kindheit fertig ist (als Metapher betrachtet, stimmt das wohl auch ;-)). Doch dem ist nicht so. Die Schulzeit ist neben der frühen Kindheit mindest genauso prägend und fordert genauso gut ausgebildete Fachkräfte und Qualitätssicherung.

Ich arbeite aktuell in einem goldenen Käfig - meine Arbeitgeberin ist die Stadt Zürich - ein noch mächtiges System, denn wenn nicht die Stadt, wer dann steht für die Allgemeinheit und das Wohlbefinden aller Beteiligten ein?

Erst seit dem August 2019 bin ich in einem städtischen Hort einer neuen Tagesschule tätig. Noch lange habe ich nicht das ganze System erfasst und verstanden. Aber je länger, je mehr wird mir durch eigene Erfahrungen und den Austausch mit Horterzieher*innen bewusst, dass der Schein teilweise mehr als trügt. Nicht selten sitzen Menschen in der Position der Schulleitung oder Leitung Betreuung, welche ihre Macht unreflektiert und willkürlich einsetzen. Ihnen fehlt der Kontakt zu den Kindern und zum Personal, der Bezug zur Praxis der Betreuung.

Mit dem Lehrplan 21 und den Tagesschulen wurde in der Schweiz bzw. der Stadt Zürich ein Wandel in die Wege geleitet. Ein Wandel, der in meinen Augen grundsätzlich als Chance betrachtet werden müsste, um neue Erkenntnisse aus der Entwicklungsforschung und Neurobiologie in das Bildingssytem zu integrieren. Leider planen und leiten oftmals Menschen (Tages-)Schulen und Horte, denen das praktische und fachliche Know-how fehlt - Ihnen fehlen auch die zeitlichen Ressourcen, um sich dies anzueignen. Statt sich dieses Wissen bei den Fachpersonen, welche an der Basis sind, abzuholen, werden dann Entscheidungen getroffen, die den wesentlichsten Teil der Sache missachten: Was brauchen die Kinder?

Der Fokus auf die Kinder mit ihren vielfälltigen Interessen und Bedürfnissen geht verloren, die Betreuung soll in Form von Kursbesuchen umgesetzt werden, eine Verschulung der Freizeit ist bereits längst im Gange, das Personal wird dazu animiert pädagogische Werte, wie Lebensweltorientierung und Individuelle Entwicklungsbegleitung oder einfach freie Zeit zum Spielen und Personale Autonomie, nach hinten zu stellen. Was die Pädagog*innen in der Lehre/im Studium gelernt haben, soll vorallem dann ein- und umgesetzt werden, wenn es mit dem "Versorgen von Kindern", "Ruhigstellen der Auffälligen" oder "Zufriedenstellen der Eltern" in Verbindung gebracht werden kann. Der Beruf wird damit weiter abgewertet, statt ihn zu stärken und wertzuschätzen.

Mich persönlich beängstigen und verärgern diese Entwicklungen und ich wage zu behaupten, dass ich bei weitem nicht alleine damit bin. Es muss ein Zeichen gesetz werden, denn die Kinder sind unsere Zukunft und das betrifft jede*n!

Es ist höchste Zeit, dass auch in der schulergänzenden Betreuung realisiert wird, dass die Erwachsenen dafür verantwortlich sind, ein System aufzubauen, dass den Kindern entspricht - und nicht Erwartungen an die Kinder zu stellen, sich so anzupassen und zu verändern, dass sie in ein (Schul-) System (der Erwachsenen) gequetscht werden können!

Gerne weise ich An dieser Stelle auf das neue Buch von G. Hüther, M. Heinrich & M. Senf "#education for future" hin. Die Herren zeigen nachvollziehbar und deutlich auf, dass hier etwas gewaltig schief läuft und die Dringlichkeit, den aktuellen Entwicklungen entgegenzuwirken, höher den je ist.

Innovative Erzieher*innen, Lehrer*innen und alle, die diese Problematik erkannt haben, brauchen ein Gefäss, um auf diese Entwicklungen hinzuweisen.

In dem Sinne wäre es toll, wenn jemand von Ihnen Lust und Zeit hätte, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, verschiedenen Begebenheiten nachzugehen und passionierte Horterzieher*innen dabei zu unterstützen, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass auch dieses mächtige System kritsisch hinterfragt werden sollte.

Es geht nicht darum, irgendwen zu verurteilen. Ich würde mir aber wünschen, dass genauer hingesehen und die Ansichten, Meinungen und Erfahrungen der Erzieher*innen angehört und somit die Erkenntnisse aus der Praxis hervorgehoben werden - für pädagogische Qualität in Kita, Hort und Schulen - für die Kinder - für unsere Zukunft.

Ich danke Ihnen herzlich für die Kenntnisnahme und würde mich über eine Rückmeldung freuen. Freundliche Grüsse


Vielen Dank für alles! Ich finde es sehr wichtig das wir uns zur wehr sezten.
Die situation wahr vor dem Corona virus kaum aushaltbar und jetzt... Wir bekommen richtig zu spüren wie egal wir in dieser Gesellschaft sind ich habe das Gefühl momentan wird die Wirtschaft auf unseren Schultern aufrecht erhalten. Der Betreuungschlüssel muss seit Montag nicht mehr eingehalten werden.. wir müssen die Kinder im schnellverfahren bei uns aufbehmen mit kurzverträgen über die Corona zeit.. Personal und Kinder werden erst mit Fieber über 38.0 nachhause geschickt und verdachtsfälle müssen verheimlicht werden.. Kindergruppen werden gleichgross wen nicht noch grösser gehalten... Wir haben keine Schutzmöglichkeiten wie Masken oder Handschuhe. Unser ganzes Team ist aufgrwühlt und am Ende.. Wir fühlen uns verantwortlich für dieses unrecht können aber nichts dagegen tun... Ich verstehe das wir Pflegepersonal und den Öffendlichen Dienst unterstützen müssen.. Jedoch sind 70% unserer Eltern im Home office oder Arbeitslos..


Hallo liebes Trotzphaseteam

Ja ich bin einer derjenigen die frustriert über die ganze Situation ist. Denn obwohl wir weiter geöffnet haben, gibt es kaum Anerkennung. Ja die Ärzte, Fages, Angestellte in der Migros sind wichtig. Aber wer denkt an uns Erzieher/inen!?! Niemand!!!!!!!!!!!!!! Ohne uns könnten *diese Leute* nicht arbeiten gehen, da die Betreuung der Kinder nicht gesichert ist.

Ohne uns würde dass System komplett zusammenfallen


Ich stecke mich an, ich stecke andere an und am schlimmsten ich stecke Menschen an für das Virus lebensbedrohlich ist. Dan macht es natürlich Sinn die Kitas noch offen zu halten wo eine Ansteckung sehr hoch ist und es uns unmöglich macht die Hygiene Verhaltensregeln von BAG einzuhalten.

Bitte Macht Die Kitas Zu!!

Danke Trotzphase bleibt Gesund


Hallo liebes Trotzphase Team,

Ich bin mir sicher ihr bekommt momentan recht viele Mails und deswegen tut es mir nun leid, dass ich mich nun auch noch bei euch beklage.

Ich mache seit letzten Jahr eine Ausbildung als Kindererzieherin HF in einer privaten Kita. Das ich weniger als meine Klassenkameraden verdiene und oft mit fast 20Kinder am morgen alleine bin, damit habe ich mich schon abgefunden. Ich glaube auch, dass das in vielen Kitas so abläuft.

Nun ist die Geschichte mit dem Coronavirus passiert und nun bin ich an den Punkt wo ich nicht mehr weiter weiß und eigentlich nur noch am verzweifeln bin.

Vor 3 Wochen bekam ich einen Anruf von einer Kollegin, sie wurde von ihrer Arbeit im Krankenhaus nach Hause geschickt, wegen Verdacht auf Coronavirus. Ich war den Abend davor bei ihr, wir haben zusammen gekocht und gegessen.

Ich ging zu meiner Chefin und erzählte ihr von Vorfall, ich machte sie auf die aktuellen Vorlagen aufmerksam. Ihre Worte waren einfach nur "du hast Spätschicht"

Ich bin natürlich dann nicht gegangen.

Seit Anfang der Woche herrscht nun das Chaos viele sind krank und wir nehmen immer noch alle Kinder auf.

Die Eltern die bei uns Kunden sind, kommen aus den Bankwesen, Marketing oder Hotelbranche...

Es sind Eltern die auch ihne Problem Homeoffice machen könnten, aber sie bringen ihre Kinder...sie bringen Kinder mit Husten, Kinder die sich nicht gut fühlen etc...

Sprüche wie " 3 Wochen zu Hause mit meinen Kind, auf sowas kann ich verzichten" kommen auch ab und zu.

Heute habe ich mit meiner Chefin erneut das Gespräch gesucht, 5 Mitarbeiterinnen sind krank. Ich fragte sie ob sie die Anordnung von der Bund gelesen hat...sie sagte ja...ich fragte sie dann,,warum wir trotzdem alle kinder aufnehmen und sie nur wieder nach Hause schicken wenn sie Fieber haben?

Ihre Antwort war, dass die Eltern ein Recht auf Betreuung ohne Nachweis auf Dringlichkeit haben, da sie ja schließlich viel Geld zahlen.

Ich verzweifel langsam immer mehr und überlege sogar nun mein Studium ab zubrechen

Gruß


Und vielleicht sind es nicht nur Ängste und Sorgen sondern auch die positiven Erfahrungen und Gedanken?
Die Macht der Gedanken. Was wollen wir erschaffen? Wohin wenden wir unsere Energie und Aufmerksamkeit?

Ich erlebe zur Zeit sehr viel Dankbarkeit von den Eltern.


Ihr Lieben,

erstmal herzlichen Dank an euch für euren Einsatz für unsere Branche und die Menschen die darin arbeiten.

Ich bin Leitung in einer Kita und finde es sehr schwierig zurzeit.

Wir sind weiterhin geöffnet und bieten die Dienstleistung im gewohnten Umfang, inkl. Besichtigungen, Extratage etc. an.

Klar wurde dazu angehalten die Hygienemassnahmen zu verschärfen, was allerdings aus verschiedenen Gründen schwierig in der Umsetzung ist. Einerseits fehlt es an Desinfektionsmittel, Einweghandschuhen, Fiebermesser-Kappen, Papierhandtücher etc. aufgrund der aktuellen Lage, andererseits ist es unmöglich den Sicherheitsabstand zu halten oder das ganze Material in der Häufigkeit zu desinfizieren wie es sein müsste. Kinder fassen alles an, nehmen alles in den Mund.. Mein Team ist jung, alle fahren ÖV und müssen so zur Arbeit kommen. Kinder haben laufende Nasen, Husten etc. Klar kranke Kinder müssen nachhause aber so kommen sie trotzdem. Die Kitas sind offen und gleichzeitig wir gebeten zuhause zu sein und die Kinder nur zubringen wenn man selbst in einem Gesundheitsberuf arbeitet o.ä. Den Beitrag für die Kita müssen aber alle bezahle. Wer soll den da freiwillig die Betreuung selbst organisieren? Die Kinder werden gebracht, die Eltern bleiben zuhause. In meiner Kita, gäbe es genau eine Familie, die in der aktuellen Lage, Anspruch auf Betreuung hätte.

Denn Notfallbetreuung einzurichten verstehe ich, diese könnte man auch entsprechen aufgleisen aber alles andere gibt mir das Gefühl nicht wichtig genug zu sein um geschützt zu werden!

Ich hoffe es wird bald erkannt, dass auch in den Kitas Viren übertragen und in die Welt getragen werden und das dazu Massnahmen getroffen werden.


Danke und liebe Grüsse, bleibt gesund!!